
Mehr Einsatz gegen Klimawandel
Als mitverantwortlich für die steigende Waldbrandgefahr sehen Experten den Klimawandel. Nach Angaben des Wetterdienstes Aemet werden in Spanien mehr intensivere Hitzewellen registriert. Wie der spanische Wetterdienst betont auch der französische Wetterdienst Météo France, dass die immer häufigeren und heftigeren Hitzewellen eine Folge des Klimawandels seien. Die zunehmende Trockenheit begünstige infolgedessen die Brände.
Mehr Weidetiere
Land- und Forstwissenschaftler sehen neben der Trockenheit durch extreme Hitze auch den Wandel in der Landwirtschaft als einen Faktor für die steigende Waldbrandgefahr. Durch den Wegfall von Weidetieren, vor allem in schlecht zugänglichen Gebieten, ist demnach mehr brennbare "Biomasse" vorhanden. Die Empfehlung lautet daher, weiter Schafe, Ziegen und Rinder einzusetzen, um Gräser, Sträucher und Büsche kurzuhalten und das Risiko einer schnellen Feuerausbreitung zu mindern. Auch das Durchforsten des Unterholzes wird als wichtige Prävention gesehen.
Klimastabilere Wälder
Neben der nachhaltigeren Nutzung von Wasserreserven wird auch der Umbau der Wälder diskutiert - weg von schnell entzündlichen Kiefernwäldern. "Wir haben noch die Chance, unsere Umwelt besser vorzubereiten auf die neue Realität", betont auch Umweltminister Schneider. Zur Lösung gehöre auch der Umbau von Monokulturen in klimastabilere Mischwälder und ein Paradigmenwechsel mit Blick auf den Umgang mit Wasser.
Fokus auf Brandvermeidung
Auch Naturschützer fordern den Fokus von der Brandbekämpfung auf die Brandvermeidung zu verlagern. Dazu zählen laut dem Umweltverband WWF eine naturnahe Bewirtschaftung der Wälder, eine Abkehr von Monokulturen wie Eukalyptus-Plantagen, ein Stopp der Ausdünnung und Umwandlung der Wälder sowie das Erneuern von Feuchtgebieten wie Auwäldern und Mooren.
Mehr zu dem Thema:
[Waldbrände in Europa| Früherkennung allein reicht nicht aus|https://www.deutschlandfunk.de/waldbraende-europa-spanien-frankreich-risiko-praevention-klimawandel-100.html]
Diese Nachricht wurde am 27.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





