Zweiter Anlauf erfolgreich
Waldsiedlung Berlin-Zehlendorf ist UNESCO-Welterbe

Die Waldsiedlung Zehlendorf in Berlin ist in das UNESCO-Welterbe aufgenommen worden.

    Zu sehen ist ein Wohnhaus im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf.
    Die Waldsiedlung Zehlendorf (Archivbild) ist jetzt Teil des UNESCO-Welterbes. (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Das teilte das zuständige Komitee in Busan in Südkorea mit. Demnach wird die Siedlung als Erweiterung der Welterbestätte "Siedlungen der Berliner Moderne" anerkannt. Diese wurde 2008 von der UNESCO in die Liste aufgenommen.

    Auch "Papageiensiedlung" genannt

    Die Waldsiedlung mit ihren bunten und kräftigen Farben an Fassaden und Fensterläden wird auch "Papageiensiedlung" genannt. Sie entstand zwischen 1926 und 1932. Die Wohnblöcke wurden in den Wald hinein gebaut - mit dem Ziel, Licht, Luft und Grün zu einem festen Bestandteil des Alltags der Bewohner zu machen. Das Viertel hatte sich bereits vor 18 Jahren beworben, war aber leer ausgegangen. Nach einem neuen Anlauf im Jahr 2021 - nach einigen Sanierungen und Bürgerinitiativen - hat es nun geklappt.

    55 Welterbestätten in Deutschland

    Derzeit gibt es 55 Welterbestätten in Deutschland und mehr als 1.250 in über 170 Ländern weltweit. Die Welterbeliste gibt es seit 1978. Für die Ausführung der Welterbekonvention ist das Welterbekomitee zuständig. Es kommt einmal jährlich zusammen und besteht aus Vertretern von 21 Vertragsstaaten, die rotieren. Sitz ist in Paris.
    Diese Nachricht wurde am 26.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.