
Das Komitee teilte mit, die Berliner Waldsiedlung werde als Erweiterung der Welterbestätte "Siedlungen der Berliner Moderne" anerkannt. Diese wurde 2008 von der UNESCO in die Liste aufgenommen.
Auch "Papageiensiedlung" genannt
Die Waldsiedlung mit ihren bunten und kräftigen Farben an Fassaden und Fensterläden wird auch "Papageiensiedlung" genannt. Sie entstand zwischen 1926 und 1932. Die Wohnblöcke wurden in den Wald hinein gebaut - mit dem Ziel, Licht, Luft und Grün zu einem festen Bestandteil des Alltags der Bewohner zu machen. Das Viertel hatte sich bereits vor 18 Jahren beworben, war aber leer ausgegangen. Nach einem neuen Anlauf im Jahr 2021 - nach einigen Sanierungen und Bürgerinitiativen - hat es nun geklappt.
55 Welterbestätten in Deutschland
Derzeit gibt es 55 Welterbestätten in Deutschland und mehr als 1.250 in über 170 Ländern weltweit. Neu dabei sind unter anderem auch das Werk des finnischen Architekten und Designers Alvar Aalto sowie die Stadt Carcassonne und die Katharerburgen in Frankreich. Gestern waren bereits eine buddhistische Klosteranlage im Süden Thailands und eine buddhistische Stätte im indischen Sarnath sowie erstmals sechs historische Stätten auf den afrikanischen Komoren in das Welterbe aufgenommen worden.
Die Welterbeliste gibt es seit 1978. Für die Ausführung der Welterbekonvention ist das Welterbekomitee zuständig. Es kommt einmal jährlich zusammen und besteht aus Vertretern von 21 Vertragsstaaten, die rotieren. Sitz ist in Paris.
Diese Nachricht wurde am 26.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
