Medienbericht
Warken (CDU) plant bei Pflege weniger Zuschüsse und Mehrbelastung von Gutverdienern

Bundesgesundheitsministerin Warken (CDU) plant einem Bericht zufolge in ihrer Pflegereform Einschnitte bei den Zuschüssen zu Heimkosten und eine stärkere Belastung von Gutverdienern.

    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) spricht zu Beginn des 130. Deutschen Ärztetages im Hannover Congress Centrum HCC.
    Bundesgesundheitsministerin Warken. (Archivbild) (Julian Stratenschulte/dpa)
    Das berichtete das Magazin "Politico" unter Berufung auf den Gesetzentwurf. Am System gestaffelter Zuschüsse wird demnach grundsätzlich festgehalten. Pflegebedürftige würden jedoch jeweils sechs Monate später höhere Zuschüsse aus der Pflegeversicherung zu ihren Heimkosten erhalten. Gutverdiener sollen den Angaben zufolge analog zur Krankenversicherung über eine außerplanmäßige Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze zusätzlich zur Kasse gebeten werden. Dies solle im kommenden Jahr 1,6 Milliarden Euro und in den beiden Jahren darauf je 1,7 Milliarden zusätzlich in die Pflegekassen spülen. 
    Warken rechnet bei der Pflegeversicherung in den kommenden beiden Jahren mit einem Defizit von zusammen 22,5 Milliarden Euro. Die Ministerin will mit einer großen Reform gegensteuern - die konkreten Schritte sind aber auch innerhalb der Regierungskoalition umstritten.
    Diese Nachricht wurde am 04.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.