Pflegeversicherung
Warken fordert weniger baurechtliche Vorschriften für Pflegeheime

Bundesgesundheitsministerin Warken fordert von den Bundesländern niedrigere baurechtliche Standards für Pflegeheime, um Kosten zu senken. Die gesetzlichen Vorgaben sollten auf ein Mindestmaß reduziert werden, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

    Senioren mit Rollator und eine Pflegekraft sind auf einem Gang in einem Pflegeheim in Brandenburg zu sehen (Symbolfoto)
    Gesundheitsministerin Warken möchte die Bau-Vorschriften für Pflegeheime gerne flexibler gestalten.(Symbolfoto) (imago / Andreas Franke)
    Als Beispiele nannte sie die Größe von Zimmern und Gemeinschaftsräumen. Zuständig für diese Regeln sind die Länder. Warken verteidigte zugleich geplante Einschnitte bei den Zuschlägen für Heimbewohner. Diese sind nach der Aufenthaltsdauer im Pflegeheim gestaffelt. Nach einem Entwurf des Ministeriums sollen die höheren Entlastungsstufen künftig jeweils sechs Monate später einsetzen. Dadurch würden die Pflegekassen im kommenden Jahr um 2,6 Milliarden Euro entlastet.
    Auch nach der Änderung beteilige sich die Pflegeversicherung immer noch deutlich stärker an den Kosten, als es vor 2022 der Fall gewesen sei, betonte die Ministerin.
    Diese Nachricht wurde am 13.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.