Krankenkassen-Reform
Warken schließt sinkende Zusatzbeiträge nicht aus

Bei ausreichenden Einsparungen im Zuge der geplanten Gesundheitsreform könnten laut Bundesgesundheitsministerin Warken Zusatzbeiträge von Gesetzlichen Krankenkassen sinken.

    Eine Frau Mitte vierzig mit blonden, schulterlangen Haaren, Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), spricht am 11. Februar während der Vorstellung der Digitalisierungsstrategie Gesundheit und Pflege im Bundesministerium für Gesundheit.
    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (Archivbild). (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Das sei möglich, antwortete die CDU-Politikerin auf eine entsprechende Frage der "Bild am Sonntag". Neben den Einsparungen sei dies aber auch von der Entwicklung der Konjunktur abhängig. Warken betonte, Ziel ihrer Reform sei es insgesamt, die Beitragssätze zu stabilisieren. Nur ein finanziell wirklich stabiles System könne auch garantieren, dass eine gute Versorgung erhalten bleibe.
    Warkens Gesetzentwurf sieht vor, die Gesetzlichen Krankenkassen im nächsten Jahr um 19,6 Milliarden Euro zu entlasten. Das Bundeskabinett wird voraussichtlich am Mittwoch darüber abstimmen. Beim Koalitionspartner SPD gab es zuletzt noch Vorbehalte.
    Die Grünen im Bundestag haben einem Zeitungsbericht zufolge einen Gegenentwurf erarbeitet. Dabei dringt die Partei auf eine Senkung der Beiträge, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe schreiben.
    Diese Nachricht wurde am 26.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.