Medienberichte
Warken soll Kanzleramtsministerin werden - Linnemann übernimmt Gesundheitsressort

Bundesgesundheitsministerin Warken soll nach übereinstimmenden Medienberichten Kanzleramtschefin werden. Warken, CDU, würde damit die Nachfolge des bisherigen Amtsinhabers Frei antreten, der als Unionsfraktionschef vorgesehen ist. Das Gesundheitsressort soll den Berichten zufolge CDU-Generalsekretär Linnemann übernehmen. Eine offizielle Bestätigung gibt es bisher nicht.

    Bundesgesundheitsministerin Warken (r.) und CDU-Generalsekretär Linnemann bei einer CDU-Veranstaltung im vergangenen Jahr. Sie stehen jeweils an einem Rednerpult mit dem CDU-Logo. Warken spricht in ein Mikrofon.
    Bundesgesundheitsministerin Warken (r.) und CDU-Generalsekretär Linnemann bei einer CDU-Veranstaltung im vergangenen Jahr. (picture alliance / Andreas Gora / Andreas Gora)
    Laut Medienberichten soll die bisherige Schatzmeisterin der CDU, Franziska Hoppermann, Linnemanns Posten als Generalsekretär bekommen. Zudem soll der bisherige Parlamentarische Staatssekretär im Digitalministerium, Philipp Amthor, den Bund-Länder-Beauftragten Michael Meister im Kanzleramt ablösen.
    Aus dem Umfeld von Merz hieß es, der Kanzler werde die Personalentscheidungen bekannt geben, wenn alle offenen Punkte geklärt seien. Die Umbesetzungen waren nötig geworden, weil der bisherige Unions-Fraktionschef Spahn am Sonntag wegen der Leihmutter-Affäre zurückgetreten war. Merz hatte am Mittwoch zunächst nur Thorsten Frei als neuen Fraktionsvorsitzenden präsentiert.
    Nina Warken brachte als Bundesgesundheitsministerin zuletzt eine Finanzreform der Gesetzlichen Krankenversicherung durch Bundestag und Bundesrat. Das Sparprogramm soll eine Finanzlücke von 18,8 Milliarden Euro schließen und Beitragserhöhungen vermeiden. Merz war voll des Lobes für das Reformprojekt. Vor diesem Amt war die CDU-Politikerin einer breiteren Öffentlichkeit nicht unbedingt bekannt. Warken sitzt seit 2013 mit einer kurzen Unterbrechung im Bundestag. Die 47 Jahre alte Juristin und Mutter von drei Kindern war in der vergangenen Wahlperiode Parlamentarische Geschäftsführerin der Unionsfraktion. Seit 2025 steht sie der einflussreichen Frauen Union vor.
    Carsten Linnemann war schon vor der Bundestagswahl für einen Ministerposten im Gespräch. Der 48-Jährige studierte Betriebswirtschaftler gehört seit 17 Jahren dem Bundestag an. Er war zwischenzeitlich Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion. Im Juli 2023 wechselte der Experte für Wirtschaft und Soziales als Generalsekretär in die Parteizentrale. Angesichts sinkender Umfragewerte der CDU hat er nicht unbedingt einen leichten Stand.
    Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.