
Man habe seit Jahren über die Verhältnisse gelebt, sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. Um die Krankenkassenbeiträge stabil zu halten, müsse jeder seinen Anteil leisten. Dazu zählten auch die Versicherten. Würde man wie bisher weiter wirtschaften, wäre die Gesundheitsversorgung existentiell bedroht. Die Reform ermögliche ein Einsparvolumen wie seit Jahrzehnten nicht. - Ein Streitpunkt ist die Familienversicherung. Ab 2028 soll für bestimmte Gruppen die kostenlose Mitversicherung von Ehe- und eingetragenen Lebenspartnern beschränkt werden. Vorgesehen ist ein Zuschlag von 2,5 Prozent.
Das Kabinett verabschiedete am Mittag die Pläne zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Das Vorhaben sieht auch Ausgabenbegrenzungen bei Arztpraxen, Kliniken und der Pharmabranche vor, sowie mehr Zuzahlungen für Medikamente. Gutverdiener sollen höhere Krankenkassen-Beiträge entrichten, die Ausgaben für Bürgergeld-Empfänger vom Bund unterstützt werden. Zudem werden eine Zuckersteuer anvisiert, ebenso wie höhere Steuern auf Alkohol und Tabakprodukte.
Diese Nachricht wurde am 29.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
