Medienbranche
Warner Bros. Discovery stimmt Übernahme durch Paramount zu

Der Hollywood-Konzern Warner Bros. Discovery hat der milliardenschweren Übernahme durch Paramount Skydance zugestimmt. Beide Unternehmen teilten mit, die Vereinbarung sei unterzeichnet worden. Der Konkurrent Netflix war zuletzt aus dem Bieterstreit ausgestiegen.

    Foto-Illustration mit dem WB-Logo zur Übernahme von Warner Bros. durch Netflix oder Paramount
    Paramount kann Warner Bros. Discovery übernehmen. (imago / NurPhoto / Samuel Boivin)

    Paramount hatte Gebot erhöht

    Paramount hatte sein Gebot noch einmal nachgebessert und auf 31 Dollar pro Aktie und damit auf insgesamt 110 Milliarden Dollar erhöht. Der Warner-Verwaltungsrat entschied nun, dass das Angebot der zuvor bereits angenommenen Offerte von Netflix überlegen ist. Der Streaming-Riese hätte danach eigentlich vier Tage Zeit gehabt, Paramount mit einem besseren Vorschlag entgegenzutreten. Doch Netflix teilte mit, dass das Geschäft bei einem weiteren Überbietungsversuch finanziell nicht mehr attraktiv sei.
    Paramount hatte sich bereiterklärt, die Vertragsstrafe von 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen, die Warner in diesem Fall an Netflix zahlen muss. Netflix bot knapp 83 Milliarden Dollar nur für das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner Brothers. Die TV-Sender sollten in eine neue Firma abgespalten werden. Paramount bietet nach der Erhöhung rund 111 Milliarden Dollar für den gesamten heutigen Konzern samt der Fernsehsparte.
    Damit dürfte auch der Nachrichtensender CNN unter Kontrolle der Familie des als Unterstützer von US-Präsident Donald Trump geltenden Tech-Milliardärs Larry Ellison wandern. Dessen Sohn, Paramount-Chef David Ellison, will laut Mitteilung "das Erbe zweier legendärer Unternehmen würdigen". Der Vorstandsvorsitzende von Warner Bros. Discovery, David Zaslav, zeigte sich "sehr zufrieden mit dem Ergebnis."

    Wettbewerbsprüfung steht noch aus

    Die Übernahme von Warner durch Paramount steht noch unter Vorbehalt einer Prüfung. Die Wettbewerbshüter in Washington werden das Geschäft angesichts seiner Dimension unter die Lupe nehmen. Die Ellisons machten sich Medienberichten zufolge angesichts der Nähe zu Trump Hoffnungen auf eine positive Entscheidung. Paramount erklärte sich bereit, bei einem Scheitern des Deals sieben Milliarden Dollar zu zahlen. Große Teile des Kaufpreises werden von Oracle-Gründer Larry Ellison persönlich garantiert.
    Diese Nachricht wurde am 28.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.