Tarifkonflikt
Warnstreiks im öffentlichen Dienst vor dritter Verhandlungsrunde; 16.000 Menschen bei Großdemonstration in Düsseldorf

In mehreren Bundesländern haben Beschäftigte des öffentlichen Dienstes erneut gestreikt.

    Gewerkschaftsmitglieder aus Thüringen bringen am Betriebshof der Erfurter Verkehrsbetriebe AG ein Plakat mit der Aufschrift "Warnstreik" an.
    Die Gewerkschaft Verdi ruft wieder zu Warnstreiks auf. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
    Sie folgten einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi und des Beamtenbundes dbb. In Baden-Württemberg waren alle Landeseinrichtungen betroffen, in Bayern legten vor allem Angestellte der Unikliniken ihre Arbeit nieder. In Nordrhein-Westfalen fand in Düsseldorf eine Demonstration statt, an der sich nach Gewerkschaftsangaben etwa 16.000 Menschen beteiligten. 
    Morgen findet die dritte Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder - außer Hessen - statt. Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent, mindestens jedoch monatlich 300 Euro mehr. Sie Arbeitgeber haben Eckpunkte für einen Einigungskorridor vorgelegt.
    In den Tarifverhandlungen der Deutschen Bahn mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat das Unternehmen nach eigenen Angaben ein erstes Angebot vorgelegt. Es sieht Einkommenssteigerungen um insgesamt sechs Prozent vor. Die Laufzeit soll 30 Monate betragen. Die GDL kritisierte, angesichst der langen Laufzeit könne man nicht einmal von einem Inflationsausgleich sprechen.
    Diese Nachricht wurde am 10.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.