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Internationale Wirtschaft
Warnungen vor Handelskriegen nach Trumps Zoll-Ankündigungen

Der designierte US-Präsident Trump hat mit seiner Ankündigung von Importzöllen auf Waren aus Kanada, Mexiko und China international Kritik ausgelöst.

    Donald Trump im Porträt
    Der designierte US-Präsident Trump hatte die Zölle bereits im Wahlkampf angekündigt. (imago / UPI Photo / Allison Robbert )
    Die chinesische Botschaft in den USA warnte vor einem Handelskrieg. Dabei würde keine Seite gewinnen, hieß es. Die kanadische Regierung verwies darauf, dass ihr Land von den USA mehr Waren kaufe als China, Japan, Frankreich und Großbritannien zusammen. Kritik kam auch aus Mexiko. Der EU-Außenbeauftragte Borrell drohte mit Gegenmaßnahmen, sollte Trump auch Einfuhren aus europäischen Staaten mit Sonderabgaben belegen. Bundeswirtschaftsminister Habeck sagte, die EU müsse in einem solchen Fall geschlossen reagieren.
    Trump hatte zuvor Sonderabgaben von 25 Prozent für Waren aus Mexiko und Kanada ab dem ersten Tag seiner Amtszeit angekündigt. Er begründete seine Entscheidung nicht wirtschaftlich, sondern damit, dass Einwanderer aus diesen Ländern Kriminalität und Drogen in die USA brächten. Für Waren aus China will Trump Zusatzabgaben von zehn Prozent anordnen.
    Die Zölle hätten nach Einschätzung der Deutschen Industrie- und Handelskammer auch Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. DIHK-Außenwirtschaftschef Treier sagte der Nachrichtenagentur Reuters, viele deutsche Betriebe produzierten in Mexiko oder Kanada für den US-Markt.
    Diese Nachricht wurde am 26.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.