Russische Drohnen in Polens Luftraum
Warschau beantragt NATO-Konsultationen

Als Reaktion auf das Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum hat die Regierung in Warschau Konsultationen der NATO-Länder beantragt.

    Das von einer Drohne zerstörte Dach eines Wohngebäudes in Wyryki, Ostpolen.
    Russische Drohne zerstört Dach eines Gebäudes in Ostpolen. (Wojtek Jargilo/PAP/dpa)
    NATO-Generalsekretär Rutte sagte in Brüssel, die Verletzung des polnischen Luftraums durch russische Drohnen sei absolut rücksichtslos. Eine vollständige Bewertung des Vorfalls stehe noch aus. Bundeskanzler Merz erklärte, die Aktion sei Teil einer langen Reihe von Provokationen an der Ostflanke der NATO. Bundesverteidigungsminister Pistorius sprach von einer gezielten Provokation Russlands. Auch die EU-Spitze verurteilte den Vorfall und sicherte Warschau Solidarität zu.
    Polen hatte in der Nacht mehrere Drohnen über seinem Luftraum abgeschossen und dabei Unterstützung von NATO-Partnern erhalten. Einige der Drohnen sollen über Belarus in den polnischen Luftraum eingedrungen sein. Das Innenministerium in Warschau stellte Trümmer sicher. Die Überreste werden noch untersucht. Das russische Verteidigungsministerium wies die Vorwürfe einer Verletzung des polnischen Luftraums zurück. Es habe einen Großangriff mit Drohnen auf militärische Einrichtungen in der Westukraine gegeben. Russland habe nicht geplant, Ziele in Polen zu treffen. Der ukrainische Präsident Selenskyj sprach von einem ernsten Präzedenzfall für Europa.
    Diese Nachricht wurde am 10.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.