
Unter anderem wurde das größte Logistikzentrum in Elektrostal bei Moskau vollständig zerstört. Es versorgte nicht nur die bedeutende Region rund um die russische Hauptstadt, sondern diente auch als wichtiger Umschlagplatz für Waren aus China.
Wildberries wird das "russische Amazon" genannt. Wie Amazon ist der Versandhändler eine Plattform, auf der jeder seine Produkte anbieten kann - von Selbstständigen und einzelnen Firmen bis hin zu großen Unternehmen.
Logistikzentren für technische Ausrüstung
Nach den ersten Angriffen Ende Juli bezeichnete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Sozialen Medien die getroffenen Lagerhäuser als Logistikzentren, die an der Versorgung der russischen Armee mit Komponenten für Drohnen, Navigationsgeräte und Ausrüstung beteiligt seien. Ziel der Angriffe sei daher, die Versorgung der Front zu unterbinden.
Schwächung der Moral der russischen Bevölkerung
Zudem sollen die Gläubiger und Investoren des Unternehmens den Angaben zufolge geschädigt werden, darunter Großbanken wie die Sberbank, die VTB und die Alfa-Bank. Ein weiterer Grund ist demnach die Schwächung der Moral der russischen Bevölkerung. Der Versandhandel in Russland erlebt nach Moskaus Militärinvasion in der Ukraine einen Aufschwung. Wegen der westlichen Sanktionen haben viele Unternehmen Russland verlassen. Wildberries hatte entstandene Versorgungslücken geschlossen.
Wildberries will Kapazitäten in anderen Ländern ausbauen
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bat die Mitinhaberin von Wildberries, Tatjana Kim, ob der Angriffe die russische Regierung um Hilfe. Außerdem plant das Unternehmen Kapazitäten in Ländern wie Kasachstan aufzubauen, die nicht von ukrainischen Drohnen erreicht werden können.
Diese Nachricht wurde am 04.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
