Persönlichkeitsstruktur
Was sozial unerwünschte Eigenschaften mit Beziehungen machen

Narzissmus, Psychopathie und Machiavellismus - so heißen drei Persönlichkeitseigenschaften, die in unserer Gesellschaft nicht besonders erwünscht sind. Trotzdem sind viele derart geprägte Menschen in einer Partnerschaft. Eine Forschungsgruppe hat sich an knapp 2.000 Paaren angesehen, was das mit der Beziehung macht.

    Eine junge Frau mit kurzen braunen Haaren betrachtet ihr Spiegelbild.
    Narzissmus zählt zu den unerwünschten Persönlichkeitseigenschaften. (imago / imagebroker / Titova Ilona)
    Die Fachleute erklären: Narzisstinnen und Narzissten halten sich vor allem für besser als andere, Psychopathen sind oft impulsiv bis aggressiv, und Machiavellis manipulieren strategisch. Es zeigte sich: Wenn ein Partner eine dieser Eigenschaften hatte, war die Beziehungszufriedenheit geringer, es gab weniger Commitment, dafür mehr Streit. Am häufigsten war das bei Narzissmus der Fall. Auf der anderen Seite sorgte eine stabile Beziehung oft dafür, dass sich die narzisstischen, psychopathischen oder Machiavelli-Charakterzüge im Lauf der Zeit abmilderten.
    Diese Nachricht wurde am 04.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.