Schwarze Löcher können nicht direkt nachgewiesen werden. Wegen ihrer hohen Schwerkraft lassen sie weder elektromagnetische Wellen noch Licht frei. Doch Douglas Richstone von der US-amerikanischen University of Michigan in Ann Arbor berichtete nun beim Astronomentreffen in München, dass seine internationale Arbeitsgruppe die Masse von Schwarzen Löchern messen kann. Die Forscher benutzten dazu die Geschwindigkeit der Sterne, die sich in der Galaxie des Schwarzen Lochs bewegen. In der Regel nimmt ein Schwarzes Loch 20 Prozent der Masse einer gesamten Galaxie für sich in Anspruch, wobei ein supermassives Schwarzes Loch so schwer sein kann wie eine Million bis eine Milliarde Sonnen.
Letzten Endes interessieren sich die Astronomen weniger wegen ihrer Exotik für die Schwarzen Löcher. Vielmehr - so wurde auf der Münchener Tagung deutlich - wollen sie mit ihnen klären, ob die Einsteinsche Relativitätstheorie stimmt. Dazu wollen sie in den nächsten zehn Jahren ein Amerikanisch-Europäisches Großprojekt im Weltraum aufbauen, wie Douglas Richstone erzählt: "Wir werden drei Satelliten in den Orbit schießen. Die Sonden sollen die Schwerkraftwellen messen, die entstehen, wenn zwei Schwarze Löcher miteinander verschmelzen. Gravitationswellen sind Wellen in der Raumzeit und entstehen, wenn schwarze Löcher beim Zusammenstoß den Raum stören." Die drei Satelliten des Projekts mit dem Namen LISA sollen im Raum ein gleichseitiges Dreieck von fünf Millionen Kilometern Kantenlänge bilden. Zwischen ihnen werden Laserstrahlen hin- und hergeschickt und von Spiegeln zurückgeleitet. Eine Gravitationswelle würde sich in dem Dreieck bemerkbar machen, indem sie den Laser krümmt.
Generell werden aktive und nicht aktive schwarze Löcher unterschieden. Der Grad der Aktivität scheint eine Frage des Alters zu sein. Die ersten Schwarzen Löcher sind wenige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden. In ihrer Jugend saugen sie alles Material in ihrer Umgebung an sich. Mit den Jahrmillionen haben sie sich dann ihre Nachbarschaft einverleibt und müssen dann unter Umständen anfangen zu hungern.
[Quelle: Florian Hildebrand]
Letzten Endes interessieren sich die Astronomen weniger wegen ihrer Exotik für die Schwarzen Löcher. Vielmehr - so wurde auf der Münchener Tagung deutlich - wollen sie mit ihnen klären, ob die Einsteinsche Relativitätstheorie stimmt. Dazu wollen sie in den nächsten zehn Jahren ein Amerikanisch-Europäisches Großprojekt im Weltraum aufbauen, wie Douglas Richstone erzählt: "Wir werden drei Satelliten in den Orbit schießen. Die Sonden sollen die Schwerkraftwellen messen, die entstehen, wenn zwei Schwarze Löcher miteinander verschmelzen. Gravitationswellen sind Wellen in der Raumzeit und entstehen, wenn schwarze Löcher beim Zusammenstoß den Raum stören." Die drei Satelliten des Projekts mit dem Namen LISA sollen im Raum ein gleichseitiges Dreieck von fünf Millionen Kilometern Kantenlänge bilden. Zwischen ihnen werden Laserstrahlen hin- und hergeschickt und von Spiegeln zurückgeleitet. Eine Gravitationswelle würde sich in dem Dreieck bemerkbar machen, indem sie den Laser krümmt.
Generell werden aktive und nicht aktive schwarze Löcher unterschieden. Der Grad der Aktivität scheint eine Frage des Alters zu sein. Die ersten Schwarzen Löcher sind wenige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden. In ihrer Jugend saugen sie alles Material in ihrer Umgebung an sich. Mit den Jahrmillionen haben sie sich dann ihre Nachbarschaft einverleibt und müssen dann unter Umständen anfangen zu hungern.
[Quelle: Florian Hildebrand]