
Der Beginn der Beratungen ist für Montag geplant. Die amtierende Ministerpräsidentin und SPD-Spitzenkandidatin Schwesig hatte erklärt, zunächst gehe es nur um Inhalte. Über die Posten der Ministerinnen und Minister werde ganz zum Schluss gesprochen. Sollten die Verhandlungen zu einer Einigung führen, wäre es für die Grünen das erste Mal, dass sie an einer Landesregierung in dem Bundesland beteiligt würden.
AfD wurde stärkste Kraft
Wahlgewinner und klar stärkste Kraft wurde am 20. September die AfD. Mit 32 Sitzen hat sie jedoch keine Mehrheit im Schweriner Landtag mit seinen insgesamt 71 Abgeordneten. SPD (29), Grüne (5) und Linke (5) verfügen zusammen über mehr als die Hälfte der Sitze. Klappt die Regierungsbildung, haben sie mit 39 Sitzen drei Mandate mehr, als sie für die Mehrheit benötigen.
Grünen-Spitzenkandidatin Müller sprach von sehr intensiven Sondierungsgesprächen in den vergangenen beiden Wochen. Es gehe darum, verloren gegangenes Vertrauen der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zurückzugewinnen. Ein Ziel sei ein neues Miteinander von Menschen, Regierung und Parlament. Die Grünen setzten sich dabei für den Ausbau von Bürgerdialogen und die Idee von Volksbefragungen ein.
Müller betonte, alle drei möglichen Koalitionspartner seien sehr klar beim Thema Rechtsextremismus. Dieser sei aktuell die größte Gefahr der Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern.
Landtag Mecklenburg-Vorpommern –
Was Knackpunkte in den Sondierungen sind
(Audio)
Wahlverlierer –
Wie die CDU in Mecklenburg-Vorpommern weitermacht
(Audio)
Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026 - Alle Informationen
Diese Nachricht wurde am 10.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
