Fälle Skripal und Nawalny
Wegen Giftanschlägen: Großbritannien verhängt Sanktionen gegen russische Wissenschaft

Großbritannien hat Sanktionen gegen russische Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen verhängt, die es für zwei Giftanschläge mitverantwortlich macht. Wie das Außenministerium in London mitteilte, geht es um das Attentat auf den russischen Ex-Doppelagenten Skripal mit dem Nervengift Nowitschok im Jahr 2018, bei dem eine unbeteiligte Frau ums Leben kam, und um die Vergiftung des Oppositionellen Nawalny in der russischen Haft 2020.

    Großbritannien 2018: Ermittler in Schutzkleidung und Gasmasken bereiten den Abtransport eines Krankenwagens an einer Station des Sanitätsdienstleisters South Western Ambulance Service in der Nähe von Salisbury vor.
    Wegen Anschlägen mit Gift: London verhängt Sanktionen (Archivbild). (Andrew Matthews/PA Wire/dpa)
    Sanktioniert werden sieben Einzelpersonen und zwei Wissenschaftsinstitute in Russland. Sie sollen an der Herstellung der Giftstoffe beteiligt gewesen sein. Die britische Außenministerin Cooper erklärte, Russlands wiederholter Einsatz chemischer Waffen sei eine widerwärtige Verletzung internationalen Rechts und eine unmittelbare Bedrohung der globalen Sicherheit. Kürzlich hatte bereits die Europäische Union Sanktionen gegen russische Wissenschaftler im Zusammenhang mit Nawalnys Tod verhängt.
    Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.