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Nach Vorstellung des Jahreseberichts
Wehrbeauftragte Högl präzisiert Forderungen

Die Wehrbeauftragte des Bundestags, Högl, hat ihre Forderungen nach schnellen Investitionen in die Bundeswehr präzisiert.

    Eva Högl (SPD), Wehrbeauftragte des Bundestages
    Eva Högl (SPD), Wehrbeauftragte des Bundestages (picture alliance / dpa / Christophe Gateau)
    Högl sagte im Deutschlandfunk, dass durch das 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen zwar die größten Lücken geschlossen werden könnten. Das Geld müsse aber zügig bei der Truppe ankommen. Man könne es den Soldatinnen und Soldaten nicht weiter zumuten, unter diesen schlechten Bedingungen zu arbeiten. Die Belastung sei endlich.
    Gestern hatte Högl ihren Jahresbericht für 2022 vorgestellt. Dabei sagte sie, dass von dem Sondervermögen noch kein Cent bei den Soldaten angekommen sei - und das ein Jahr nach der sogenannten Zeitenwende-Rede des Bundeskanzlers.
    Högl betonte außerdem, Geld sei ohnehin nicht das einzige Problem. Wichtig sei auch, die Reform der Beschaffungsprozesse zu beschleunigen. Für den beschleunigten Bau der Flüssiggasterminals habe Scholz den Begriff des "Deutschland-Tempos" ins Spiel gebracht. Diese Worte sollten ebenso für die Verteidigung gelten.
    Diese Nachricht wurde am 15.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.