Nach angekündigtem US-Truppenabzug
Wehrbeauftragter des Bundestages Otte warnt vor Lücke in der deutschen Verteidigungsarchitektur

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Otte, hat angesichts des angekündigten Abzugs eines Teils der US-Truppen vor einer Lücke in der deutschen Verteidigungsarchitektur gewarnt.

    Henning Otte (CDU), aufgenommen nach seiner Wahl als neuer Wehrbeauftragter des Bundestags. Er lächelt verhalten. Im Hintergrund ist unscharf der Bundesadler auf einer Glasscheibe zu erkennen.
    Henning Otte, Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Der CDU-Politiker sagte dem Spiegel, der Abzug von US-Kampfeinheiten müsse kompensiert werden. Dies bedeute mehr denn je, die eigene Verteidigungsfähigkeit schnell auszubauen. Mit Blick auf die USA sagte Otte, das Land verzichte mit dem Schritt auf eine vorteilhafte Infrastruktur und gesellschaftliche Rückendeckung.
    US-Präsident Trump erklärte heute im Bundesstaat Florida, man werde die Truppenstärke um weit mehr als die genannten 5.000 Soldaten reduzieren. Am Freitag hatte das US-Verteidigungsministerium zunächst angekündigt US-Soldaten in diesem Umfang in den kommenden sechs bis zwölf Monaten aus Deutschland abzuziehen. Details sind bisher nicht bekannt. Hintergrund ist offenbar auch eine Verärgerung Trumps über kritische Äußerungen von Bundeskanzler Merz zum Iran-Krieg.
    Diese Nachricht wurde am 03.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.