Bundeswehr
Fehlende Soldaten, verschimmelte Duschen, gesperrte Truppenküchen: Wehrbeauftragter Otte stellt Jahresbericht vor

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Otte, stellt heute seinen ersten Jahresbericht im neuen Amt vor.

    Henning Otte steht nach seiner Wahl zum Wehrbeauftragten des Bundestags an einem Pult im Plenarsaal.
    Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Henning Otte (Archivbild) (dpa / Michael Kappeler)
    Der CDU-Politiker hatte sich kürzlich dafür ausgesprochen, nach rechtsextremistischen und sexistischen Vorfällen bei den Fallschirmjägern in Zweibrücken eine Untersuchung zu Sexismus in der Bundeswehr nun anzufertigen und zu veröffentlichen. Über eine solche sogenannte Dunkelfeldstudie wird seit mehr als einem Jahr diskutiert. Außerdem hatte Otte eine rasche und konsequente Umsetzung des neuen Wehrdienstes angemahnt. Neben dem Problem der Personalgewinnung dürfte es wie in früheren Jahren aber auch wieder um bauliche Mängel in Kasernen gehen, wie verschimmelte Duschen, baufällige Unterkünfte oder gesperrte Truppenküchen.
    Der Wehrbeauftragte unterstützt den Bundestag einerseits bei der Ausübung der parlamentarischen Kontrolle der Streitkräfte. Andererseits gilt er als Anwalt der Soldaten, die sich jederzeit an ihn wenden können. Dazu kann der Wehrbeauftragte jederzeit unangemeldete Besuche bei der Truppe unternehmen.
    Der im vergangenen Jahr vorgestellte Bericht von Ottes Vorgängerin Högl, SPD, hatte den Fokus unter anderem auf den Personalmangel bei der Bundeswehr gelegt.
    Diese Nachricht wurde am 03.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.