Gießen
Weidel nennt Proteste gegen AfD-Jugend "zutiefst undemokratisch"

AfD-Chefin Weidel hat die teils massiven Proteste gegen das in Gießen stattfindende Gründungstreffen der neuen AfD-Jugendorganisation scharf kritisiert.

    Das sei zutiefst undemokratisch, sagte sie in ihrem Grußwort. Sie sprach von einer Gewaltbereitschaft, vor der man sich regelrecht fürchten müsse. Weidel rief den Demonstranten zu, sie sollten abrüsten. Polizeibeamten müsse "mit Herz und Respekt" begegnet werden. Weidel zufolge wurde der 35-jährige AfD-Bundestagsabgeordnete Schmidt geschlagen. Das Gründungstreffen konnte wegen zahlreicher Blockaden der Zufahrtswege erst mit zwei Stunden Verspätung beginnen. Auch Bundesinnenminister Dobrindt kritisiert die Gewaltbereitschaft eines Teils der Demonstranten.
    Rund um die Veranstaltungshalle in Gießen hatten sich Gegenproteste formiert. In der Innenstadt kamen Tausende friedlich zusammen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund sprach von mehr als 20.000 Teilnehmern. Am Rande der Kundgebungen gab es Störaktionen und Auseinandersetzungen mit der Polizei.
    Diese Nachricht wurde am 29.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.