
Chrupalla sagte zu den Delegierten, der Fokus liege jetzt auf den anstehenden Landtagswahlen. Man müsse aus der Opposition herauskommen. Weidel betonte, Ziel sei es, auch im Bund 2029 die Regierung zu übernehmen. Im September wird in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gewählt. Zudem forderten Chrupalla und Weidel, die gestern in ihrem Amt bestätigt worden waren, zur Geschlossenheit auf.
Gegen den Kongress der in Teilen rechtsextremen Partei hatten zehntausende Menschen demonstriert. Die Polizei zog eine positive Bilanz ihres Einsatzes in Erfurt. Polizeipräsident Quittenbaum sagte, er sei froh über den weitgehend friedlichen Verlauf. Demnach wurden bis heute Mittag 65 Straftaten und 13 Ordnungswidrigkeiten erfasst. Den Angaben zufolge beteiligten sich mehr als 31.000 Menschen an den Kundgebungen. Die Veranstalter sprachen von rund 50.000 Teilnehmern.
Vertreter einer Bürgerrechtsorganisation kritisierten den Polizeieinsatz als überzogen. Das Bündnis "Widersetzen" erklärte, man habe zwar viele Menschen mobilisieren können, den Parteitag aber nicht verhindert.
Diese Nachricht wurde am 05.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
