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StartseiteNachrichten vertieftKirchen mahnen zu mehr Menschlichkeit23.12.2013

WeihnachtenKirchen mahnen zu mehr Menschlichkeit

Zu Weihnachten mahnen die Kirchen zu einer humaneren Flüchtlingspolitik. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, sagte "die Not schreit zum Himmel". Mit Blick auf die Flüchtlingskatastrophe vor der Insel Lampedusa sagte er, Europa drohe seine Seele zu verlieren.

Tausende Menschen stehen abends auf dem hell erleuchteten Platz vor der Dresdner Frauenkirche. (dpa picture alliance / Sebastian Kahnert)
Tausende Besucher sind zur 21. Weihnachtlichen Vesper vor der Dresdner Frauenkirche gekommen. (dpa picture alliance / Sebastian Kahnert)

Auch der sächsische Landesbischof Jochen Bohl rief bei der Weihnachtlichen Vesper vor der Dresdner Frauenkirche zu Nächstenliebe und Toleranz gegenüber Flüchtlingen auf. Zu dem Gottesdienst kamen rund 20.000 Menschen auf dem Dresdner Neumarkt zusammen.

Dresdner Open-Air-Gottesdienst gilt als der bundesweit größte

Die Weihnachtliche Vesper findet seit 1993 jährlich vor der Dresdner Frauenkirche statt und gilt als der größte regelmäßige Open-Air-Gottesdienst in Deutschland. Im vergangenen Jahr nahmen rund 17.000 Menschen an der Feier auf dem Dresdner Neumarkt teil.

Weihnachtswunsch des katholischen Freiburger Erzbischof und Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, ist ein friedliches Zusammenleben von "möglichst vielen Menschen auf der ganzen Erde". In seinem Weihnachtsgruß betont Zollitsch, Weihnachten sei geprägt "von einem Gefühl der Vertrautheit und der Freude".

Weihnachtsvorbereitungen im Vatikan und im Heiligen Land

Für Papst Franziskus ist Weihnachten nach eigenen Angaben mehr als eine "schöne Sache": "Wir gehen auf diesem Weg, um den Herrn zu treffen. Weihnachten ist Begegnung", sagte der Papst. Für ihn ist es das erste Weihnachten als Oberhaupt der Katholiken. Am päpstlichen Amtssitz im Vatikan, genauso wie im Heiligen Land, sind die Weihnachtsvorbereitungen angelaufen.

Auf dem Petersplatz in Rom wird ein Ansturm an Pilgern, sowohl Gläubigen als auch Touristen, erwartet. Nach der Enthüllung der Krippe auf dem Petersplatz leitet der Papst am Heiligen Abend die Christmette im Petersdom. Am Morgen danach liest er seine päpstliche Botschaft an die Welt und spricht den Segen "Urbi et Orbi".

In Jerusalem bricht am Dienstagnachmittag die traditionelle Weihnachtsprozession Richtung Bethlehem auf. Dort findet in der Geburtskirche die Mitternachtsmesse statt. Das israelische Tourismusministerium rechnet über die Feiertage mit rund 75.000 Besuchern.

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