Nach Genozid-Vorwürfen
Weimer: Gespräche über Berlinale werden Mitte der Woche fortgesetzt

Die Gespräche über die Zukunft der Berlinale sollen nach Angaben von Kulturstaatsminister Weimer kommende Woche fortgesetzt werden. Zugleich stellte er sich hinter Intendantin Tricia Tuttle.

    Wolfram Weimer trägt ein weißes Hemd, blaues Sakko und schaut freundlich zur Seite.
    Kulturstaatsminister Wolfram Weimer: Gespräche zur Berlinale werden kommende Woche fortgesetzt. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Weimer sagte der "Rheinischen Post", die Berlinale dürfe kein Ort für Hetze, Antisemitismus oder gar Drohungen sein. Jurys, Mitarbeiter und Künstlerinnen und Künstler müssten besser vor aktivistischen Übergriffen geschützt werden. "Der Ton der Aktivisten - egal woher sie kommen - darf nicht der Ton der Berlinale werden."
    Laut Weimer ist Mitte der kommenden Woche eine Aufsichtsratssitzung mit Intendantin Tricia Tuttle geplant. Diese habe ihm gesagt, sie könne in dieser vergifteten Atmosphäre die Berlinale kaum weiterführen. Der Kulturstaatsminister fügte hinzu, Tuttle habe immer versucht, die politischen Spannungen auszugleichen und die Berlinale stark zu machen.
    Während des Festivals kam es wiederholt zu pro-palästinensischen und israelfeindlichen Solidaritätsbekundungen mit Gaza. Bei der Gala hatte der syrisch-palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib Deutschland auf offener Bühne vorgeworfen, an einem Genozid in Gaza mitzuwirken.
    Diese Nachricht wurde am 01.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.