Zur Stärkung des Journalismus
Weimer will Digitalabgabe in den nächsten Wochen auf den Weg bringen

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Weimer, will den klassischen Journalismus besser schützen und in Kürze eine Digitalabgabe für Internetkonzerne auf den Weg bringen. Der Bundesrat habe für eine solche Abgabe gestimmt, um gezielt guten Journalismus zu unterstützen, sagte der parteilose Staatsminister der Augsburger Allgemeinen.

    Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) spricht in einer Podiumsdiskussion
    Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und MedienDer Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Wolfram Weimers (picture alliance / dpa / Jan Woitas)
    Auch im Bundestag gebe es eine breite Mehrheit dafür - und zwar von den Grünen bis zur CDU. Er sei zuversichtlich, dass ein Gesetz daher rasch beschlossen werden könne, führte Weimer aus.
    Als Vorbild gilt Österreich, wo Konzerne wie Google, Amazon, Meta und Tiktok bereits seit 2020 zahlen. Die Abgabe in Deutschland soll gezielt der Medienförderung zugutekommen. Der klassische Journalismus steht laut Weimer durch den Erfolg der Plattformen wirtschaftlich dramatisch unter Druck, weil Werbegelder, Aufmerksamkeit und Deutungshoheit verloren gegangen sind.
    Verlage hatten für Dienstag zum zweiten Mal einen "Tag des Lokaljournalismus" ausgerufen, um die Bedeutung regionaler Berichterstattung für das Zusammenleben in Dorf- und Stadtgesellschaften hervorzuheben.
    Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.