Washington-Post-Bericht
Weißes Haus zu Ebola-Ausbruch: Einreise eines erkrankten Bürgers in die USA wurde nicht abgelehnt

Das Weiße Haus hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach es die Einreise eines an Ebola erkrankten US-Bürgers in die USA abgelehnt habe.

    Schriftzug "Charite" auf einem Gebäude bei blauem Himmel von unten fotografiert.
    Ein mit dem Ebola-Virus infizierter US-Amerikaner ist in der Berliner Charité aufgenommen worden. (imago / Joko)
    Die "Washington Post" zitierte einen Regierungssprecher, der ihre Darstellung als absolut falsch bezeichnete. Nach Recherchen der Zeitung wurde der US-Amerikaner erst nach einer Absage der USA nach Deutschland ausgeflogen. Er hatte sich in der Demokratischen Republik Kongo angesteckt und wird derzeit in der Berliner Charité behandelt. Auch seine Frau und vier Kinder wurden dort als Kontaktpersonen aufgenommen. Die US-Gesundheitsbehörde begründete die Verlegung des erkrankten Amerikaners nach Berlin mit der kürzeren Flugzeit.
    Die "Washington Post" hatte gemeldet, Grund für die Bedenken des Weißen Hauses sei die Sorge vor Kritik und Angst in der Bevölkerung. Die Zeitung verwies auf einen Ebola-Ausbruch von 2014. Damals wurden erkrankte US-Bürger in die USA geflogen. Der damalige Unternehmer und heutige US-Präsident Trump hatte daraufhin erklärt, das Land könne es nicht zulassen, dass infizierte Menschen zurückkämen.
    Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.