Weimer Media Group
Weitere Absagen von Kabinettsmitgliedern: Auch Landwirtschaftsminister Rainer kommt nicht zum Ludwig-Erhard-Gipfel

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hat seine Teilnahme am Ludwig-Erhard-Gipfel der Weimer Media Group abgesagt. Das bestätigte ein Sprecher des Ministeriums dem Deutschlandfunk-Hauptstadtstudio. Zuvor hatte es bereits Absagen weiterer Kabinettsmitglieder und von CSU-Chef Söder gegeben.

    Berlin: Alois Rainer (CSU), Bundeslandwirtschaftsminister, spricht beim Abschluss des Deutschen Bauerntages im Hotel "Titanic Chaussee" zu den Delegierten.
    Bundeslandwirtschaftsminister Rainer spricht beim Abschluss des Deutschen Bauerntages. (Jörg Carstensen / dpa / Jörg Carstensen)
    Rainer nimmt den Angaben zufolge "wegen terminlicher Überschneidungen" nicht teil. Für das geplante Datum sei ein Antrittsbesuch des CSU-Politikers in der Türkei geplant. Weiter hieß es, das Ministerium habe grundsätzlich zwar eine Teilnahme an dem Erhard-Gipfel in Aussicht gestellt. Die endgültige Entscheidung habe aber noch ausgestanden.

    Weitere Minister kommen nicht

    Auch Forschungsministerin Bär begründete ihre Absage mit Terminüberschneidungen. Kanzleramtschef Frei kommt ebenfalls nicht, ebenso Vizekanzler und Finanzminister Klingbeil. Dieser habe schon "vor Längerem" abgesagt, teilte das Ministerium mit. Auch Wirtschaftsministerin Reiche, die vergangenes Jahr kurz nach Amtsantritt noch dabei war, hat nicht zugesagt.

    Söder: "ökonomische und politische Dinge klar trennen"

    Der Ludwig-Erhard-Gipfel wird von der Weimer Media Group veranstaltet und soll Ende April stattfinden. Bayerns Ministerpräsident Söder hatte zu Wochenbeginn seinen Verzicht auf seine Teilnahme erklärt und gesagt, man müsse ökonomische und politische Dinge klar trennen.
    Der Gipfel, der eng mit dem Namen von Kulturstaatsminister Weimer verbunden ist, war nach Berichten in den Fokus gerückt, wonach die Weimer Media Group dort Unternehmen gegen Geld exklusiven Zugang zu Bundesministern bieten und dabei mit Einfluss auf politische Entscheidungsträger geworben haben soll. Der Kulturstaatsminister trennte sich vorläufig von seinen Anteilen an dem Unternehmen.
    Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.