
Er wurde laut offiziellen Angaben heute früh gehängt. Wie die staatliche Justiz-Nachrichtenagentur Mizan mitteilte, war er zuvor für schuldig befunden worden, im Auftrag Israels und der USA in eine geheime Militäreinrichtung eingedrungen zu sein. Die iranischen Behörden hatten bereits am 19. März drei Menschen wegen ihrer Teilnahme an den Protesten im Januar hingerichtet. Ihnen wurde ebenfalls vorgeworfen, im Auftrag Israels und der USA gehandelt zu haben.
Ein Sprecher der iranischen Justiz hatte im März erklärt, alle Fälle im Zusammenhang mit der Protestwelle seien juristisch abgeschlossen. Nun würden die Urteile vollstreckt. Der Führung in Teheran zufolge handelte es sich bei den Demonstrationen um aus dem Ausland gesteuerte "Terrorakte". Menschenrechtler weisen darauf hin, dass die Prozesse im Iran keinerlei rechtsstaatlichen Ansprüchen gerecht werden.
Laut der in den USA ansässigen Menschenrechtsorganisation HRANA wurdne beim Vorgeen des regimes gegen die Proteste mindestens 7.000 Menschen getötet. Die tatsächliche Zahl der Opfer könne jedoch weitaus höher sein.
Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
