
Die Vereinigung Cockpit rief am Abend die Piloten zu einer Arbeitsniederlegung morgen und am Freitag auf. Betroffen seien ausgehende Flüge der Lufthansa und ihrer Tochter Cityline. Morgen trifft der Streik auch Flüge von Eurowings. Die Piloten-Gewerkschaft schlägt zugleich eine Schlichtung vor, mit der der Streik abgewendet werden könnte.
Ein Unternehmenssprecher sagte, man sei bereit, zu allen strittigen Themen eine Schlichtung einzugehen. Zuvor hatte bereits die Gewerkschaft des Kabinenpersonals, Ufo, für heute und morgen zu einem Streik aufgerufen. Der Ausstand soll alle Abflüge der Lufthansa in Frankfurt am Main und München betreffen. Der Ausstand ist Teil der Verhandlungen um einen neuen Manteltarifvertrag.
Ab heute streikt das Kabinenpersonal der Lufthansa
Unterdessen begann heute der zweitägige Streik des Kabinenpersonals. Das Unternehmen streicht deshalb in München knapp 800 Flüge. In Frankfurt am Main fallen rund 1.200 Starts und Landungen aus. Die Gewerkschaft der Flugbegleiter, Ufo, hat erneut zu Arbeitsniederlegungen bis morgen Abend aufgerufen. Bestreikt werden auch alle Abflüge der Lufthansa-Tochter Cityline.
Der Streik trifft heute auch die Feierstunde zum 100-jährigen Bestehen der Lufthansa am Frankfurter Flughafen. Eingeladen sind etwa Bundeskanzler Merz und Verkehrsminister Schnieder. Die Ufo und die Piloten-Gewerkschaft Cockpit kündigten eine Protestkundgebung gegen den Sparkurs des Konzerns an.
Die Piloten hatten bereits Anfang der Woche ihre Arbeit niedergelegt.
Diese Nachricht wurde am 15.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
