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WeltbevölkerungDie Erde wird voller

Eine Nasa-Aufnahme zeigt die westliche Hemisphäre der Erdkugel (picture alliance / dpa / NASA Goddard Space Flight Center)
Heimatplanet Erde (picture alliance / dpa / NASA Goddard Space Flight Center)

Die Zahl der Menschen auf der Erde wächst weiter und weiter: Nach Berechnungen der UNO werden im Jahr 2050 fast 10 Milliarden Menschen den Heimatplaneten bevölkern - und das, obwohl Frauen auch künftig durchschnittlich weniger Kinder bekommen.

Es wird deutlich voller auf der Erde in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 um 2,2 Milliarden Menschen auf dann 9,8 Milliarden zunehmen wird. Den größten Zuwachs wird einem Bericht der UNO zufolge Afrika verzeichnen: Dort wird sich die Bevölkerung in diesem Zeitraum wohl fast verdoppeln, von heute heute knapp 1,3 Milliarden Menschen auf dann rund 2,5 Milliarden Menschen. Noch eklatanter zeichnet sich demnach der Bevölkerungszuwachs bis zum Jahr 2100 ab: Dann werde die Zahl der Menschen in Afrika den Angaben zufolge um weitere 2 Milliarden auf rund 4,5 Milliarden steigen. Insgesamt werden dann auf der Welt voraussichtlich 11,2 Milliarden Menschen leben.

Indien schon bald bevölkerungsreichstes Land der Erde

Die Abteilung für Wirtschaft und Soziales der UNO hat außerdem errechnet, dass Indien in etwa sieben Jahren das bevölkerungsreichste Land der Erde sein wird - und China an Platz eins ablöst. Nigeria dürfte demnach bis 2050 die USA von Rang drei ablösen.

Frauen bekommen durchschnittlich weniger Kinder

Dieses Wachstum prognostiziert die UNO, obwohl sie davon ausgeht, dass die Zahl der Kinder, die jede Frau durchschnittlich auf die Welt bringt, weiter sinkt. Dies ändere aber nichts daran, dass die Zahl weiter exponentiell steige, hieß es bei der UNO in New York.

Nicht nur mehr, sondern auch ältere  Menschen

Bemerkenswert ist auch die zu erwartende Zahl der älteren Menschen: Im Prognosezeitraum werde sich die Anzahl der Menschen über 60 Jahre mehr als verdoppeln. Laut dem Bericht würden dann 2,1 Milliarden ältere Menschen im Jahr 2050 und 3,1 Milliarden im Jahr 2100 auf der Erde leben.

Stiftung Weltbevölkerung: Mehr Geld für Familienplanung

Die Stiftung Weltbevölkerung (DSW) rät dringend dazu, mehr Geld für Familienplanung in Entwicklungs- und Schwellenländern zur Verfügung zu stellen. Ansonsten könnten die Geburtenraten noch weitaus stärker steigen: "Angesichts der geplanten Streichung sämtlicher Mittel für freiwillige Familienplanung durch die US-Regierung sehe ich die Rückgänge bei der Fertilität in Gefahr", sagte DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr.

US-Präsident Trump hatte  als eine seiner ersten Amtshandlungen verfügt, dass ausländische Organisationen nur dann Entwicklungshilfe von den USA bekommen, wenn sie keine Frauen hinsichtlich Abtreibung beraten oder Empfehlungen dazu aussprechen.

(tep/gw)

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