Gewaltausbruch in Mexiko
Weltfußballverband FIFA beobachtet Lage "mit Sorge"

Wenige Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zeigt sich der Weltfußballverband FIFA besorgt über den jüngsten Gewaltausbruch in Mexiko. Man verfolge die Entwicklung "mit Sorge".

    Ein Soldat steht in Cointzio neben einem ausgebrannten Bus.
    Vor der Fußball-WM wachsen die Sicherheitsbedenken wegen der Gewalt in Mexiko. (Armando Solis/AP/dpa-tmn)
    Trotz der Eskalation der Gewalt mit bisher mindestens 73 Toten hofft die FIFA auf eine Beruhigung der Situation im Land des Co-Gastgebers. "Wir beobachten die Lage in Jalisco sehr genau und stehen in ständigem Austausch mit den Behörden", teilte der Weltverband mit Blick auf den besonders betroffenen Bundesstaat mit dem WM-Spielort Guadalajara mit. Dort sind vier WM-Vorrundenspiele angesetzt, darunter das Match von Europameister Spanien gegen Uruguay. Außerdem haben Kolumbien und Südkorea ihr Camp in der Millionenmetropole geplant.
    Auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) wachsen die Zweifel am Gastgeberland Mexiko. "Es bleibt zu hoffen, dass sich diese kriegsähnliche Situation schnell entspannt und es nicht zu einer weiteren Eskalation kommt", sagte DFB-Geschäftsführer Rettig der "Augsburger Allgemeinen". Auf die Frage, ob er Vorfreude auf die Endrunde verspüre, antwortete Rettig: "Wenn ich ehrlich bin, aktuell nicht."
    Die Tötung des berüchtigten Drogenbosses Nemesio "El Mencho" Oseguera Cervantes durch die mexikanische Armee hat in weiten Teilen des Landes eine Welle der Gewalt ausgelöst. Mittlerweile hat die Regierung 10.000 Soldaten entsandt, um der Lage Herr zu werden.
    Die Fußball-WM der Männer findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli statt.
    Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.