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Welthungerhilfe würdigt privaten Einsatz vieler Menschen für Rechte von Kindern in Kriegs- und Krisengebieten

Der Generalsekretär der Deutschen Welthungerhilfe, Mogge, hat Hoffnungen angesichts der schwierige Situation von Kindern in Kriegs- und Krisengebieten gehäußert. Menschen in aller Welt fänden trotz allem immer wieder Wege, um sich selbst und ihren Kindern zu helfen.

    Kinder laufen mit Kochtöpfen zwischen Zelten in einem improvisierten Flüchtlingslager in Khan Yunis im Gazastreifen umher
    Das UNO-Kinderhilfswerk Unicef macht auf die Lage der Kinder im Gazastreifen aufmerksam (picture alliance / Anadolu / Ashraf Amra)
    Im Deutschlandfunk führt er aus, in vielen kleinen Initiativen versuchten Menschen, die Rechte von Kindern zu wahren. So werde beispielsweise Unterricht unter freiem Himmel abgehalten, damit Kinder trotz aller Probleme Bildung erhielten. Laut Mogge war 2024 für viele Kinder auf der Welt kein gutes Jahr. Die Anzahl der Konflikte habe sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Vor allem Hunger und Fehlernährung seien in Krisengebieten ein großes Problem, betonte er. Vor allem Hunger und Fehlernährung seien in Krisengebieten ein großes Problem. Eine Mangelernährung in den ersten 1.000 Tagen der Kindheit könne zu irreversiblen Schäden führen. Außerdem würden viele Kinder durch Kriegserlebnisse traumatisiert.

    Unicef: Eines der schlimmsten Jahre für Kinder

    Unicef verwies darauf, dass im Gaza-Krieg Tausende Kinder getötet und verletzt worden seien. Zudem habe die UNO in der Ukraine in den ersten neun Monaten des zu Ende gehenden Jahres bereits mehr Opfer unter Kindern verifiziert als im gesamten vergangenen Jahr.
    Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell nannte 2024 eines der schlimmsten Jahre für Kinder in Konfliktsituationen in der 78-jährigen Geschichte von Unicef. "Ein Kind, das in einem Konfliktgebiet aufwächst, geht mit größerer Wahrscheinlichkeit nicht zur Schule, ist mangelernährt und wird aus seinem Zuhause vertrieben – und das häufig mehrfach – in Vergleich zu einem Kind, das an einem friedlichen Ort lebt. Das darf nicht zur neuen Normalität werden." Man dürfe nicht zulassen, dass eine Generation von Kindern zum Kollateralschaden der ungebremsten Kriege in der Welt werde.
    Die Situation für Frauen und Mädchen sei besonders besorgniserregend, da es in Konfliktgebieten zahlreiche Berichte über Vergewaltigungen und sexuelle Gewalt gibt. Laut Unicef ist beispielsweise in Haiti der Anteil der gemeldeten Fälle sexualisierter Gewalt gegen Kinder in diesem Jahr um 1.000 Prozent gestiegen. In bewaffneten Konflikten seien auch Kinder mit Behinderungen in der Regel unverhältnismäßig stark Gewalt und der Verletzung ihrer Rechte ausgesetzt.
    Diese Nachricht wurde am 28.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.