
Der Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey zufolge gingen im vergangenen Jahr noch rund 14 Prozent der Arbeitszeit verloren. Nun seien es noch gut elf Prozent, ergab der "HR Monitor". Im globalen Vergleich bewegen sich die Arbeitsausfälle in Deutschland der Studie zufolge im Mittelfeld.
Befragt wurden mehr als 5.500 Arbeitnehmer, davon 1.000 in Deutschland, sowie rund 1.300 Personalverantwortliche in zehn Ländern. Prozentual am höchsten sind die Fehlzeiten in den USA, Großbritannien und Polen. Niedriger als in Deutschland sind sie etwa in Belgien, den Niederlanden und Frankreich.
Gesundheitliche Probleme Hauptgrund für Fehlzeiten
In allen Ländern sind den Angaben zufolge gesundheitliche Probleme der wichtigste Grund für Fehlzeiten. In Deutschland ist der Anteil mit 7,6 Prozent jedoch überdurchschnittlich hoch. Relativ mehr Fehlzeiten aus gesundheitlichen Gründen gab es nur in Polen. Vergleichsweise weniger Arbeitszeit verloren geht demach in Deutschland wegen nötiger Pflegearbeit und Problemen auf dem Weg zur Arbeit. Besonders hoch sind in beiden Kategorien die Werte in den USA und Großbritannien.
Der Rückgang der Fehlzeiten in Deutschland sei auf den ersten Blick eine erfreuliche Entwicklung, erklärte einer der Studienautoren. "Allerdings lohnt ein genauerer Blick: Ein Teil dieses Rückgangs könnte auch darauf zurückzuführen sein, dass Beschäftigte in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld seltener zuhause bleiben - selbst wenn sie krank sind."
Im internationalen Vergleich fällt Experten zufolge zudem auf, dass die Fehlzeiten in Ländern, in denen die Beschäftigten mehr bezahlte Urlaubstage haben, tendenziell niedriger sind. Im Fall von Polen und den USA komme noch hinzu, dass dort auch die wöchentliche Arbeitszeit besonders hoch sei.
Diese Nachricht wurde am 14.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
