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Jahreswechsel
Weniger Gewalt in Silvesternacht - unterschiedliche Einschätzungen

Nach der Silvesternacht mit hunderten Festnahmen ziehen Vertreter von Kommunen, Politik und Polizei unterschiedliche Schlussfolgerungen.

    Polizeibeamte stehen im Dunkeln an einer Straße, im Hintergrund ist ein U-Bahn-Eingang zu sehen.
    Polizisten im Einsatz in der Silvesternacht in Berlin (Sebastian Christoph Gollnow / dpa / Sebastian Christoph Gollnow)
    Der Deutsche Städtetag warnte davor, sich damit zufrieden zu geben, dass es dieses Mal weniger Gewalt gegeben habe als in den Vorjahren. Hauptgeschäftsführer Dedy sagte der "Rheinischen Post", jeder Angriff auf die Einsatzkräfte sei einer zu viel. Auch der Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Frei, riet von einer vorzeitigen Entwarnung ab. Angesichts von 300 Festnahmen und 4.500 Polizisten, die allein in Berlin im Einsatz gewesen seien, könne man nicht von einem gewöhnlichen Jahreswechsel sprechen.
    Bundesinnenministerin Faeser erklärte, in Berlin und anderen Städten habe sich gezeigt, dass ein Einsatz mit verstärkten Kräften und ein frühes Durchgreifen die richtigen Mittel gegen Gewalt seien. Berlins Regierender Bürgermeister Wegner sagte, man habe die Lage im Griff gehabt. Die Gewerkschaft der Polizei erklärte, in vielen Städten sei die Silvesternacht zwar alles andere als friedlich verlaufen. Der jahrelange Trend zu immer mehr Gewalt habe aber erstmals gebrochen werden können.
    Diese Nachricht wurde am 01.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.