Versicherungswirtschaft
Weniger Gewitter: Blitze verursachten geringere Schäden

Blitze haben 2025 in Deutschland deutlich weniger Schäden angerichtet als im Jahr zuvor. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat 180.000 versicherte Schäden gezählt - 40.000 weniger als 2024. Grund dafür war eine geringe Zahl an Gewittern.

    Ein Gewitter über einer Stadt. Blitze zuucken aus dem Himmel. Es ist Nacht. In vielen Fenstern der Häuser brennt Licht.
    Sommergewitter und Blitze über Stuttgart - Im Jahr 2025 gab es weniger Gewitter als im Jahr zuvor (picture alliance / imageBROKER / Arnulf Hettrich)
    Insgesamt zahlten die Versicherer 310 Millionen Euro - 30 Millionen weniger als im Vorjahr. Allerdings wurden die einzelnen Schäden teurer: Jeder Schaden habe die Versicherer rund 1.760 Euro und somit rund elf Prozent mehr als im Vorjahr gekostet, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Asmussen. Diese Entwicklung halte schon seit einigen Jahren an. Grund dafür sei vor allem die immer hochwertigere und technisch modernere Ausstattung von Gebäuden.

    Einschläge und Überspannungen

    Blitzschäden entstehen nicht nur durch direkte Einschläge, sondern auch durch kurzzeitige Überspannungen im Stromnetz. Klassische Schäden sind zerstörte Dachflächen, Risse im Mauerwerk oder am Schornstein. Überspannungen lassen dagegen Steckdosen verschmoren, beschädigen Elektrogeräte wie Computer und Telefonanlagen oder die Haustechnik.
    2025 war extrem blitzarm. Der in Österreich ansässige Informationsdienst Aldis/Blids zählte in ganz Deutschland 99.930 Erdblitze - nicht einmal halb so viele wie im Vorjahr. Ein Grund dafür war, dass es oft zu trocken war, zwischendurch auch tendenziell zu kalt. Gewitter entstehen besonders dann häufig, wenn es warm und feucht ist. 
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.