
Die Pressekonferenzen in Bonn, die von Kampagnengruppen täglich im Anschluss abgehalten werden, waren in den ersten Tagen nur spärlich besucht. Zudem waren sie oft hauptsächlich mit Klimaaktivisten und Forschern statt mit Journalisten besetzt. Die englischsprachige Redaktion "Climate Home News", die die Seite betreibt, sieht mehrere Gründe für diesen Rückgang. Vor allem sei die Entlassung von Klimajournalisten dafür verantwortlich, heißt es. Weltweit gehe die Medienberichterstattung über Klimathemen zurück.
Medienvertreter könnten aber auch durch ein neues, komplizierteres Registrierungssystem, insbesondere für freie Journalisten, von einer Teilnahme abgeschreckt worden sein. Hinzu komme, dass die gestiegenen Kerosinpreise Flugreisen nach Bonn deutlich verteuert haben und Reporter aus vielen Entwicklungsländern weiterhin Schwierigkeiten hätten, Visa für den Schengen-Raum zu erhalten. Zu den Medien, die weniger Journalisten als in den Vorjahren oder gar keine Vertreter entsandt haben, gehören demnach Reuters, Bloomberg und die BBC sowie deutsche Sender wie die Deutsche Welle und das ZDF.
Die Bonner Klimaverhandlungen finden in diesem Jahr vom 8. bis 18. Juni statt. Dort wird der UNO-Klimagipfel COP31 vorbereitet.
Diese Nachricht wurde am 14.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
