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Wenn Konferenzen nur noch Meetings heißen

Laptop, Internet, E-Mail, User - wer mit Computern zurechtkommen will, der muss den englischen Fachjargon schon beherrschen. Auch in anderen Branchen, etwa in den Medien, in der Wirtschaft und in der Unterhaltungsindustrie sind englische Wörter und Redewendungen aus dem Arbeitsalltag kaum noch wegzudenken. Gleiches gilt für die Wissenschaft. Sie versteht sich als internationale Verständigungsgemeinschaft, Englisch hat Deutsch deshalb hier fast vollständig verdrängt. Hinzu kommt, dass durch die Einführung der internationalen Studienabschlüsse Bachelor und Master an deutschen Hochschulen viele Lehrinhalte künftig nur noch auf Englisch vermittelt werden sollen.

    Sprachwächter treibt das immer wieder auf den Plan. Sie befürchten die Schwächung der deutschen Sprache durch ein unkontrolliertes Einfließen von Anglizismen. Deren Anteil im allgemeinen deutschen Wortschatz beträgt nach Angaben der Dt. Akademie für Sprache und Dichtung allerdings weniger als fünf Prozent. Warum aber verwenden wir gern mal englische Begriffe, sagen "gecancelt "statt "storniert", "Job" statt "Arbeit"? Liegt es daran, dass wir uns mit unserer Sprache der Globalisierung öffnen oder wollen wir mit den dynamisch klingenden, englischen Wörtern kompetent und modisch dastehen?

    "Campus & Karriere" diskutiert darüber mit Hörern und folgenden Studiogästen:

    Ian McMaster, Chefredakteur des englischen Sprachmagazins Spotlight und Experte für "Business English" und Tobias Mindner, Pressesprecher "Verein Deutscher Sprache e. V."

    Kostenfreie Hörertelefonnummer: 00800-44 64 44 64

    E-Mail: campus@dradio.de

    Redaktion und Moderation: Kate Maleike