
Schnieder habe mehr getan als viele Vorgänger,
sagte Weselsky im Deutschlandfunk
. Gerade bei der Eisenbahn müsse langfristig mit gleicher Intensität und strategischer Voraussicht gearbeitet werden. Ein Personalwechsel sorge zunächst für Stillstand. Weselsky betonte aber, dass man dem neuen Verkehrsminister Bilger eine Chance geben müsste. Weselsky - selbst CDU-Mitglied - kritisierte die Art und Weise, wie Schnieder abgelöst wurde.
Unmut in der Union
Innerhalb der Union erhält Kanzler Merz für die Personalrochaden Kritik. Die Ablösung Schnieders hat Ärger in dessen Landesverband Rheinland-Pfalz ausgelöst. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer bemängelte zudem, dass Sports-Staatsministerin Schenderlin ins Gesundheitsministerium wechseln muss. Bremens CDU-Vorsitzender Strohmann berichtete im "Tagesspiegel" von einem wachsenden Unmut bei Parteimitgliedern.
CDA-Chef Radtke verteidigt Merz' Entscheidung
Der CDU-Sozialpolitiker Radtke stellt sich hinter Kanzler Merz.
Im Deutschlandfunk sagte der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft
, es sei die Freiheit und das Recht eines Kanzlers, seine Mannschaft so auf- und umzustellen, wie er es für richtig halte. Dass aus der eigenen Partei so viel Kritik dafür gekommen sei, liege daran, dass man es in der Politik mit Menschen und entsprechend mit Empfindlichkeiten zu tun habe.
Radtke forderte in diesem Zusammenhang einen besseren Kommunikationsstil des CDU-Parteichefs. Der Europaparlamentsabgeordnete sagte, zu Führungsaufgabe gehöre es eben auch, solche Befindlichkeiten einzupreisen und damit umzugehen.
Auch Warken und Linnemann treten neue Posten an
Die bisherige Gesundheitsministerin Warken wird Kanzleramtschefin. Ihre Nachfolge tritt der bisherige CDU-Generalsekretär Linnemann an. Die Unionsfraktion will heute zudem den bisherigen Kanzleramtschef Frei zu ihrem neuen Vorsitzenden wählen.
Ausgelöst wurde die Personalrochade durch den Rücktritt des bisherigen Unionsfraktionsvorsitzenden Spahn. Kanzler Merz hatte auch erklärt, die Sommerpause für Wechsel zu nutzen, um mit neuem Schwung in das restliche Jahr zu starten.
Diese Nachricht wurde am 29.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





