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Niger
Westafrikanische Staatengemeinschaft bereit zu Militäreinsatz

Die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS will die Demokratie im Niger notfalls mit Militärgewalt wiederherstellen, sollte der gestürzte Präsident Bazoum nicht wieder eingesetzt werden.

    Rauch steigt auf, nachdem Putschisten den Sitz der Partei von Präsident Mohamed Bazoum, in Brand gesetzt haben. Niamey, Niger, am 27. Juli 2023.
    Auf den Strassen von Niamey, Niger (Getty Images / AA / Balima Boureima)
    Die Verteidigungsminister der Staatengemeinschaft hätten einen Plan für eine mögliche Intervention erstellt, sagte ECOWAS-Kommissar Musah nach einem Treffen in der nigerianischen Hauptstadt Abuja. Er betonte, man strebe allerdings eine diplomatische Lösung an. Die westafrikanische Staatengemeinschaft hatte nach dem Putsch Sanktionen gegen den Niger verhängt und der Junta ein Ultimatum bis kommenden Sonntag gestellt, um Bazoum wieder einzusetzen.
    Der demokratisch gewählte Präsident war in der vergangenen Woche von der Präsidialgarde gestürzt worden, das nigrische Militär schloss sich dem Putsch an.
    Die Militärmachthaber kündigten inzwischen die militärische Zusammenarbeit mit Frankreich auf.
    Diese Nachricht wurde am 04.08.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.