
Seit 2015 wurden 5.200 Todesfälle registriert und 8.000 Verletzte. Die WHO geht davon aus, dass die Zahlen weitaus höher sind. In den ersten Jahren seien die Erhebungen lückenhaft gewesen. Zudem würden nicht in allen Ländern Fälle systematisch dokumentiert. Laut WHO gab es im vergangenen Jahr rund 1.400 Angriffe. Dabei wurden 2.000 Helfer getötet, rund doppelt so viele wie im Jahr zuvor.
Anlass für die Bilanz ist der heutige 10. Jahrestag der Resolution 2286 des Weltsicherheitsrates. Mit dieser hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, medizinisches und humanitäres Personal sowie Gesundheits-Infrastruktur zu schützen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) erklärte, es fehle der politische Wille, diese Verpflichtung einzuhalten.
Diese Nachricht wurde am 03.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
