Virusausbruch
WHO-Chef: Kämpfe erschweren Ebola-Behandlung im Ostkongo massiv

Die schwierige Sicherheitslage im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist nach Angaben von WHO-Direktor Tedros die größte Herausforderung im Kampf gegen das Ebola-Virus.

    WHO-Chef Tedros spricht in der Demokratischen Republik Kongo vor der Presse.
    WHO-Chef Tedros in der Demokratischen Republik Kongo (AFP / HARDY BOPE)
    Allein im vergangenen Monat hätten die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen rund 100.000 Menschen vertrieben, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation nach seiner Ankunft in der kongolesischen Stadt Bunia. Dies mache es sehr schwierig, den Ausbruch einzudämmen. Es brauche dringend einen Waffenstillstand, forderte Tedros. Für die derzeit grassierende Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus gibt es bislang weder einen Impfstoff noch eine effektive Behandlungsmethode. Die Infektionskette kann daher laut WHO nur unterbrochen werden, wenn sich Infizierte und ihre Kontaktpersonen für mindestens drei Wochen isolieren.
    Die Hilfsorganisation Unicef meldete, dass erste Hilfslieferungen aus der Europäischen Union am Abend Bunia erreichten. Darunter seien etwa Schutzmasken, Handschuhe und Medikamente.
    Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.