Infektionskrankheit
WHO fordert Ausweitung der Produktion von Mpox-Impfstoffen

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Hersteller von Impfstoffen gegen das Mpox-Virus aufgefordert, ihre Produktion auszuweiten. Außerdem appellierte sie an Länder mit Impfstoff-Vorräten, diese an afrikanische Länder abzugeben. In mehreren afrikanischen Staaten grassiert die neue Mpox-Variante 1b.

    Eine Illustration des Mpox-Virus: Ein rundlicher Körper mit Knuppel an der Oberfläche.
    Die WHO hat wegen der Verbreitung des Mpox-Virus in mehreren afrikanischen Staaten die höchste Alarmstufe ausgerufen. (IMAGO / Science Photo Library)
    Eine Sprecherin der WHO erklärte, man verhandle über eine Abgabe zum Beispiel mit der japanischen Regierung. Sie lässt einen Mpox-Impfstoff produzieren, der aber bisher nicht kommerziell vertrieben wird. Der dänisch-deutsche Hersteller Bavarian Nordic verfügt laut WHO über einen Vorrat von 500.000 Impfdosen. Ärzte ohne Grenzen beklagt aber, dass das Vakzin für viele afrikanische Länder unerschwinglich sei. Die Organisation forderte das Unternehmen deshalb auf, seine Preise zu senken.
    Die WHO hat wegen der neuen Mpox-Variante 1b in mehreren Staaten Afrikas die höchste Alarmstufe ausgerufen. In der Demokratischen Republik Kongo sollen seit Jahresbeginn mehr als 500 Menschen an der Krankheit gestorben sein. Schweden meldete den ersten Infektionsfall in Europa.
    Diese Nachricht wurde am 17.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.