Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff
WHO sieht keine Hinweise auf gefährliche Mutation

Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff sieht die Weltgesundheitsorganisation bislang keine Hinweise auf eine gefährliche Mutation des Erregers.

    Elektronenmikroskopische Aufnahme von Hantavirus-Partikeln.
    Nach dem Ausbruch auf einer Kreuzfahrt wurde das Virus analysiert. (picture alliance/Visually/Scott Camazine)
    Nach Angaben der WHO zeigen genetische Analysen unter anderem keine erhöhte Übertragbarkeit. Bei den Infektionen auf dem Schiff "Hondius" wurden bisher zehn positive Fälle registriert. Drei infizierte Menschen waren gestorben, darunter auch eine Frau aus Deutschland. WHO-Chef Tedros sagte, aufgrund der mehrwöchigen Inkubationszeit des Virus könnten unter den ehemaligen Passagieren noch weitere Fälle bekannt werden. Das Hantavirus wird in der Regel von Nagetieren verbreitet, bei der konkreten Variante sind auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen möglich.
    Die WHO geht davon aus, dass sich ein Passagier aus den Niederlanden vor Reisebeginn in Südamerika infiziert hatte.
    Diese Nachricht wurde am 15.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.