Nach verkündetem Austritt
WHO spricht von "Eigentor" für die USA

Der von US-Präsident Trump per Dekret beschlossene Austritt des Landes aus der Weltgesundheitsorganisation hat Kritik hervorgerufen.

    Donald Trump hält ein von ihm unterzeichnetes Dekret in die Höhe.
    Hat am Tag seiner Amtseinführung zahlreiche Dekrete gegen die Biden-Politik erlassen: Donald Trump. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Matt Rourke)
    Bundesgesundheitsminister Lauterbach sprach von einem schweren Schlag für den internationalen Kampf gegen globale Gesundheitskrisen. Ohne den Beitrag der Vereinigten Staaten zur WHO werde es deutlich schwieriger, Ländern zu helfen, die vom Ausbruch von Infektionskrankheiten oder von Umweltkatastrophen betroffen seien. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte in Peking, die WHO müsse gestärkt und nicht geschwächt werden. Der Direktor des WHO-Zentrums für Recht im Gesundheitswesen und Menschenrechte, Gostin, sagte, die USA verlören so den enormen Einfluss, den das Land im globalen Gesundheitssystem habe.
    Trump unterzeichnete an seinem ersten Tag im Amt eine Vielzahl an Dekreten. Unter anderem steigen die USA erneut aus dem Pariser Klimaabkommen aus. Zudem hob Trump die Sanktionen gegen israelische Siedler auf und begnadigte zahlreiche Häftlinge, die am Sturm auf das Kapitol in Washington 2021 beteiligt waren. Innenpolitisch kündigte der Republikaner die Entlassung von mehr als tausend Regierungsmitarbeitern an.
    Diese Nachricht wurde am 21.01.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.