Anlässlich G7-Gipfel
WHO und Brasilien drängen auf schnellen Beschluss von Pandemie-Abkommen

Zum G7-Gipfel haben die Weltgesundheitsorganisation und Brasilien die Staaten aufgerufen, auf einen Abschluss des internationalen Pandemie-Abkommens hinzuwirken.

    Lula da Silva klatscht in die Hände, Guy Parmelin, Bundespräsident der Schweiz, steht lächelnd daneben.
    Der brasilianische Präsident Lula da Silva nimmt am G7-Gipfel in Evian teil. (picture alliance / KEYSTONE / LAURENT GILLIERON)
    Die Welt müsse zu Ende führen, was sie begonnen habe, schrieben WHO-Chef Tedros und Brasiliens Präsident Lula da Silva in einem gemeinsamen offenen Brief. Lula nimmt als Gast am G7-Treffen in Evian teil. Wegen anhaltender Differenzen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern waren die Verhandlungen über ein Kernstück des Pandemie-Abkommens Mitte Mai um ein weiteres Jahr verlängert worden. Die Unterhändler der WHO-Mitgliedstaaten sollen im Juli zu erneuten Gesprächen zusammentreten. In dem geplanten internationalen Pandemie-Abkommen geht es darum, besser für Pandemien gewappnet zu sein, etwa durch einen gleichberechtigten Zugang zu Impfstoffen, Medikamenten, Tests und Schutzkleidung. Uneinigkeit gibt es beim Ziel des schnellen Austauschs über neue Krankheitserreger zwischen Staaten und Pharma-Unternehmen, um die rasche Entwicklung von Gegenmitteln zu ermöglichen.
    Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.