Drogen
WHO warnt vor Nikotinbeuteln - Tabakkonzerne locken gezielt junge Menschen

Die Weltgesundheitsorganisation - WHO - warnt vor Nikotinbeuteln.

    Eine junge Frau legt sich einen Nikotinbeutel an ihr Zahnfleisch.
    Nikotinbeutel, sogenanntes Pouches, sind vor allem bei Jugendlichen beliebt (Imago / NTB / Imago / Annika Byrde)
    In einem heute vorgestellten Bericht heißt es, der Absatz wachse rasant. Der weltweite Markt habe sich 2025 auf einen Wert von umgerechnet knapp sechs Milliarden Euro belaufen. Die Konzerne würden aggressiv Marketing betreiben und gezielt junge Menschen umwerben. Zudem würden Geschmacksrichtungen verwendet, die bei Jugendlichen beliebt seien.
    Die WHO erklärte, Nikotinbeutel machten süchtig und hätten schwerwiegende gesundheitliche Folgen. Die Regierungen weltweit müssten umfassende Tabakkontrollen einführen und Schlupflöcher schließen. In Deutschland etwa ist zwar der Handel mit Nikotinbeuteln verboten, Besitz und Nutzung jedoch nicht.
    Nikotinbeutel sind kleine Säckchen, die meist zwischen Zahnfleisch und Lippe platziert werden und Nikotin über die Mundschleimhaut freisetzen. Nach Angaben der WHO enthalten sie typischerweise Nikotin, Aromastoffe, Süßungsmittel und weitere Zusatzstoffe.
    Diese Nachricht wurde am 16.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.