Antonio Badinsky studiert im 6. Semester Gesang. Auch ohne die Studiengebühren gibt er für seine Ausbildung mehr Geld aus als ein normaler Student.
Ich brauche ein Klavier, ich selbst kann mir keins anschaffen. Ich habe mir ein Leihklavier gemietet, das kostet mich monatlich 35 Euro, das muss ich aufbringen, dann das stimmen einmal im Jahr und vor allem die Noten, das ist der größte Teil, der drauf geht, Noten und Musik in form von CDs und DVDs. Die Noten, die wir haben, da kommt es sehr oft vor, dass die nicht in Originalsprachen sind und heutzutage geht der Trend dahin, immer alles im original anzuschaffen, das heißt man muss die Noten selber kaufen, und da kommt schon so einiges zusammen.
Im vergangenen Jahr hat Antonio Badinsky allein 1000 Euro in Noten investiert. Für solche Extras und für seinen Lebensunterhalt kommen seine Eltern auf. Ein kleines, zusätzliches Taschengeld verdient er sich selbst dazu, indem er als Sänger auftritt. Bei privaten Geburtstags- oder Weihnachtsfeiern, aber auch bei kirchlichen Konzerten und Opernaufführungen. Viel springt dabei nicht raus. Denn auch die Nebenjobs sind mit hohen Kosten verbunden.
Bei Auftritten brauche ich Kleidung, ich habe gerade in einem Opernprojekt mitgemacht, da brauchte ich ein Frack, der kostet 800 Euro, je nachdem. Ich bin nicht gerade Standardgröße im Körper, das heißt, bei mir konnte ich keinen von der Stange kaufen. Und auch immer frische Hemden für Konzerte, Fliegen und Krawatten, das sind alles so Dinge, da kommt bei einem normalen Studium gar nicht auf die Idee, dass man so etwas braucht oder das an Extrakosten anfällt.
Auch seine Kommilitonin, die 21jährige Mechtild Lengenfeld, klagt über die hohen zusätzlichen Ausgaben. Sie studiert Blockflöte im sechsten Semester.
Weil das bei der Blockflöte Standard ist, dass man nicht eine Flöte spielt sondern zehn Flöten und die Flöten kosten ab 1000 Euro aufwärts und wenn man sich einmal im Jahr die Flöte dazukaufen will dann muss man gucken woher das Geld kommt.
Die Studierenden an der Musikhochschule würde die Einführung von Gebühren doppelt hart treffen. Denn die meisten von ihnen schreiben sich nicht nur in ein Fach ein, sondern sind verpflichtet, nach dem ersten Studium noch ein zweites draufzusatteln. Dafür müssen sie schon jetzt 650 Euro pro Semester bezahlen. Die neuen Gebühren für das Erst-Studium kämen dann noch als zusätzliche Belastung dazu Mechtild Lengenfeld:
Es gibt im Musikbereich viele Studiengänge, die man gar nicht als Erststudium studieren kann, die aber nicht als Aufbaustudiengang gewertet werden sondern als Zweitstudium wo man Studiengebühren für bezahlen muss, das sind aber Ausbildungen, die man ohne ein anderes Studium gar nicht anfangen kann. Dirigieren, Chor leiten, Komposition machen auch die wenigsten sofort, ohne vorher etwas anderes studiert zu haben, das ist sehr schwierig da rein zu kommen, das sind auch Studiengänge, wo die Aufnahmebedingungen sehr hoch sind.
Nur drei Stipendien für Hochbegabte vergibt die Hochschule. Das müsse sich ändern, wenn die Gebühren kommen, meint Rektor Josef Protschka,
Es wird sicherlich so sein, dass man für soziale schwierige Fälle und für den Begabtensektor, dass man dazu was aufbauen muss parallel zu den Studiengebühren, wo Hilfen angeboten werden. Es ist ja in anderen Ländern auch so, da erfinden wir ja gar nicht das Rad neu. Auf der anderen Seite ist so, mit Bachelor und Master soll versucht werden, eine Internationalisierung und Beweglichkeit der Studierenden zu erreichen. Wir sind einfach in Konkurrenz, mit Amerika sowieso aber auch in Europa mit Ländern, die ihre Qualität dadurch erreichen, dass sie über die Gebühr ihr Angebot verbessern können und das werden die öffentlichen Hände in den nächsten 10-20 Jahren auf keinen Fall schaffen.
Darüber, dass die Zahl der Bewerbungen schrumpfen könnte, macht sich Protschka keine Sorgen. Die meisten Musikstudierenden kämen ohnehin aus einem bürgerlichen Elternhaus mit einem entsprechend gut ausgestatteten finanziellen Polster. Das gleiche gelte für die Ausländer, die immerhin 40 Prozent an der Musikhochschule Köln ausmachen.
Ich brauche ein Klavier, ich selbst kann mir keins anschaffen. Ich habe mir ein Leihklavier gemietet, das kostet mich monatlich 35 Euro, das muss ich aufbringen, dann das stimmen einmal im Jahr und vor allem die Noten, das ist der größte Teil, der drauf geht, Noten und Musik in form von CDs und DVDs. Die Noten, die wir haben, da kommt es sehr oft vor, dass die nicht in Originalsprachen sind und heutzutage geht der Trend dahin, immer alles im original anzuschaffen, das heißt man muss die Noten selber kaufen, und da kommt schon so einiges zusammen.
Im vergangenen Jahr hat Antonio Badinsky allein 1000 Euro in Noten investiert. Für solche Extras und für seinen Lebensunterhalt kommen seine Eltern auf. Ein kleines, zusätzliches Taschengeld verdient er sich selbst dazu, indem er als Sänger auftritt. Bei privaten Geburtstags- oder Weihnachtsfeiern, aber auch bei kirchlichen Konzerten und Opernaufführungen. Viel springt dabei nicht raus. Denn auch die Nebenjobs sind mit hohen Kosten verbunden.
Bei Auftritten brauche ich Kleidung, ich habe gerade in einem Opernprojekt mitgemacht, da brauchte ich ein Frack, der kostet 800 Euro, je nachdem. Ich bin nicht gerade Standardgröße im Körper, das heißt, bei mir konnte ich keinen von der Stange kaufen. Und auch immer frische Hemden für Konzerte, Fliegen und Krawatten, das sind alles so Dinge, da kommt bei einem normalen Studium gar nicht auf die Idee, dass man so etwas braucht oder das an Extrakosten anfällt.
Auch seine Kommilitonin, die 21jährige Mechtild Lengenfeld, klagt über die hohen zusätzlichen Ausgaben. Sie studiert Blockflöte im sechsten Semester.
Weil das bei der Blockflöte Standard ist, dass man nicht eine Flöte spielt sondern zehn Flöten und die Flöten kosten ab 1000 Euro aufwärts und wenn man sich einmal im Jahr die Flöte dazukaufen will dann muss man gucken woher das Geld kommt.
Die Studierenden an der Musikhochschule würde die Einführung von Gebühren doppelt hart treffen. Denn die meisten von ihnen schreiben sich nicht nur in ein Fach ein, sondern sind verpflichtet, nach dem ersten Studium noch ein zweites draufzusatteln. Dafür müssen sie schon jetzt 650 Euro pro Semester bezahlen. Die neuen Gebühren für das Erst-Studium kämen dann noch als zusätzliche Belastung dazu Mechtild Lengenfeld:
Es gibt im Musikbereich viele Studiengänge, die man gar nicht als Erststudium studieren kann, die aber nicht als Aufbaustudiengang gewertet werden sondern als Zweitstudium wo man Studiengebühren für bezahlen muss, das sind aber Ausbildungen, die man ohne ein anderes Studium gar nicht anfangen kann. Dirigieren, Chor leiten, Komposition machen auch die wenigsten sofort, ohne vorher etwas anderes studiert zu haben, das ist sehr schwierig da rein zu kommen, das sind auch Studiengänge, wo die Aufnahmebedingungen sehr hoch sind.
Nur drei Stipendien für Hochbegabte vergibt die Hochschule. Das müsse sich ändern, wenn die Gebühren kommen, meint Rektor Josef Protschka,
Es wird sicherlich so sein, dass man für soziale schwierige Fälle und für den Begabtensektor, dass man dazu was aufbauen muss parallel zu den Studiengebühren, wo Hilfen angeboten werden. Es ist ja in anderen Ländern auch so, da erfinden wir ja gar nicht das Rad neu. Auf der anderen Seite ist so, mit Bachelor und Master soll versucht werden, eine Internationalisierung und Beweglichkeit der Studierenden zu erreichen. Wir sind einfach in Konkurrenz, mit Amerika sowieso aber auch in Europa mit Ländern, die ihre Qualität dadurch erreichen, dass sie über die Gebühr ihr Angebot verbessern können und das werden die öffentlichen Hände in den nächsten 10-20 Jahren auf keinen Fall schaffen.
Darüber, dass die Zahl der Bewerbungen schrumpfen könnte, macht sich Protschka keine Sorgen. Die meisten Musikstudierenden kämen ohnehin aus einem bürgerlichen Elternhaus mit einem entsprechend gut ausgestatteten finanziellen Polster. Das gleiche gelte für die Ausländer, die immerhin 40 Prozent an der Musikhochschule Köln ausmachen.