
Der Präsident der Max Frisch-Stiftung, Thomas Strässle, spricht von einer kleinen literaturgeschichtlichen Sensation. Der Abituraufsatz für das Fach Deutsch heißt "Licht- und Schattenseiten der modernen Technik". Der 19-jährige Frisch schreibt darin als Fazit: "Vom Standpunkt des Glücks aus beurteilt ist die Technik abzulehnen". Kritik an der Technikgläubigkeit war auch später ein großes Thema im Werk des Schweizer Autors.
Aufgetaucht war der Text unverhofft wieder, weil ein Mann ihn 2024 dem Max-Frisch-Archiv zuschickte. Er hatte ihn in den 1950er Jahren aus einem Archivschrank an der Schule von Max Frisch mitgehen lassen - um ihn für die Nachwelt zu erhalten, wie er schrieb.
Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
