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Wiederwahl des HRK-Präsidenten Klaus Landfried

    Für eine zweite dreijährige Amtszeit ist der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Professor Dr. Klaus Landfried, gestern abend (21.2.) wiedergewählt worden. Er konnte sich im ersten Wahlgang gegen seinen Herausforderer, den Kölner Rektor Jens-Peter Meincke, durchsetzen. Das Ergebnis wird als Sieg des Reformers gegen den Traditionalisten bewertet. Ob von seiner Wiederwahl jetzt auch tatsächlich Signalwirkung ausgehen wird, vermag Klaus Landried noch nicht zu beurteilen, "denn der Reformprozeß in den Hochschulen läuft unterschiedlich schnell ab. Die Unterschiede an den Hochschulen sind gewaltig und die Länderregierungen täten gut daran, den Hochschulen mehr Freiräume für die eigene Entwicklung einzuräumen".

    Der neue HRK-Präsident fordert Bildungspolitiker in Bund und Ländern vorrangig dazu auf, für eine angemessene Finanzausstattung der Hochschulen zu sorgen. "Wir können dem Spruch, "immer mehr für immer weniger Geld" nicht mehr folgen". Tatsächlich sind die Aufwendungen des Staates für die Hochschulen seit Jahren rückläufig. Bund und Länder geben heute ein Drittel weniger für Hochschulen und Forschung aus als 1975. Gleichzeitig haben sich seither die Studienanfängerzahlen in Deutschland nahezu verdreifacht. Eine Alternative zu seinem Reformkurs sieht er nicht, wenn die Hochschulen für exzellente Nachwuchswissenschaftler und für ausländische Studenten attraktiv bleiben wollen. Allerdings müßten nicht alle Reformen "im Gleichschritt absolviert werden".

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    Die Hochschulrektorenkonferenz informiert unter der Rubrik "Nachrichten" über die Ergebnisse der Wahl sowie über die Dienstrechtsdiskussion