DIW-Studie
Willkommensgefühl von Geflüchteten zurückgegangen

Das Willkommensgefühl von Geflüchteten in Deutschland hat laut einer Langzeitstudie in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen.

    Flüchtlinge gehen über das Gelände der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber (ZABH) des Landes Brandenburg.
    Flüchtlinge in Deutschland fühlten sich in den vergangenen Jahren immer weniger willkommen. (ZB/Oliver Berg)
    Wie aus der Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hervorgeht, bejahten im Jahr 2017 noch 84 Prozent die Frage, ob sie sich hierzulande willkommen fühlten. 2020 waren es 78 Prozent, 2023 sank der Wert auf 65 Prozent.
    Die Autoren der Studie sehen einen Zusammenhang zwischen der öffentlichen Debatte über restriktive migrationspolitische Maßnahmen und dem persönlichen Empfinden. Viele Geflüchtete machten sich inzwischen Sorgen über das gesellschaftliche Klima in Deutschland und berichteten über Diskriminierung.
    Befragt wurden Menschen, die von 2013 bis 2022 in Deutschland einen Antrag auf Asyl oder vorübergehenden Schutz gestellt haben, unabhängig davon, ob dieser erfolgreich war. Aussagen von Geflüchteten aus der Ukraine und der Türkei wurden nach DIW-Angaben nicht berücksichtigt.
    Diese Nachricht wurde am 27.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.